Anhörung vor dem Kulturausschuss des Sächsischen Landtages 11.1.2007
Bei einer Anhörung vor dem Kulturausschuss des Sächsischen Landtages wurde die Staatsregierung aufgefordert,
Möglichkeiten für "Initiativen zur Verbesserung der Situation bildender Künstler in Sachsen" zu prüfen.
Als Sachverständige traten auf: Dr. Jürgen Uwe Ohlau (Sächsischer Kultursenat), Annette Paul
(Bundesverband Bildender Künstler e.V.), Kristine Schmidt-Köpf, Detlef Schweiger, Henrik Mayer
(alle Sächsischer Künstlerbund e.V.).
Die Anhörung führte im Mai 2007 zum Landtagsbeschluss:
I. Die Staatsregierung wird ersucht, Initiativen zur Verbesserung der Situation bildender Künstler in Sachsen zu ergreifen.
Dabei sollen insbesondere folgende Maßnahmen geprüft werden:
1. Förderung bildender Künstler durch
a) Verstärkung der Katalogförderung;
b) Vermehrte Ankäufe von Arbeiten sächsische Künstler durch den Freistaat Sachsen und seine Einrichtungen;
c) in den Einrichtungen des Freistaats verstärkt Ausstellungsmöglichkeiten für sächsische Künstler zu schaffen
und darauf hinzuwirken, dass Ausstellungshonorare gewährleistet werden können.
2. Förderung bildender Künstler durch verstärkte Einbeziehung in und Fortbildung für
a) die Ausgestaltung des Kunstunterrichts;
b) das Unterrichtsangebot im Rahmen des Förderprogramms zum Ausbau von Ganztagsangeboten.
3. Die Richtlinie "K7" für Kunst am Bau sollte konsequent angewendet und ausgeweitet werden. Förderprogramme zur Stadtentwicklung, städtebaulichen Entwicklung und Umbau sollten künftig auch die Förderung von Kunst am Bau bzw. im öffentlichen Raum vermehrt einschließen.
Zeitungsbeiträge:
Sächsische Zeitung 01/07: Arbeit ohne Einkommen
SZ 05/07: Sachsen will soziale Lage der Künstler verbessern
Anhörung vor dem Kulturausschuss, Fotos: © Antje Friedrich