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Archiv Kulturpolitisches

Unsere kulturpolitischen Aktivitäten sind gerichtet auf die Verbesserung der Bedingungen für die künstlerische Arbeit in Sachsen.

 
 
Gespräch G. Milbradt
Anhörung Sächs. Landtag
Brotlose Kunst
Umfrageaktion soziale Lage  
 
 

Gespräch mit dem Ministerpräsidenten Prof. Georg Milbradt im Künstlerhaus Dresden am 19.3.2007
Im März 2007 besuchte der Sächsische Ministerpräsident auf Einladung unseres Vorstandsvorsitzenden Thomas Reichstein das Künstlerhaus Dresden. Dem eigentlichen Gespräch, zu dem die Vorsitzenden der Regionalverbände und Mitglieder der AG Soziale Lage des SKB, Bewohner(innen) des Hauses und Medienvertreter(innen) anwesend waren, ging ein etwa halbstündiger Rundgang durch drei Ateliers des traditionsreichen Künstlerhauses und des benachbarten Hauses voraus.
In der anschließenden Gesprächsrunde im Atelier von Thomas Reichstein, stand zunächst die soziale und ökonomische Lage der Künstler(innen) im Fokus. Dabei ging es um das geringe Einkommen, die Problematik der von Hartz IV - Bezug betroffenen Künstlerinnen und Künstler, von denen verlangt wird, ihr Atelier aufzugeben womit wiederum der Rauswurf aus der Künstlersozialkasse vorprogrammiert ist. Einer der Wünsche, die mit dem Besuch des Ministerpräsidenten verbunden waren, lagen daher in der Unterstützung des Antrages, den die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen in den Kulturausschuss des Sächsischen Landtages eingebracht haben, mit einer verstärkten Katalogförderung und weiteren Maßnahmen zu einer Verbesserung der Bedingungen für die künstlerische Arbeit. Weitere Gesprächskomplexe betrafen den Bereich "Kunst im öffentlichen Raum", die Förderung des Einsatzes von Künstler(inne)n im Rahmen schulischer Ganztagsangebote und die Neuauflage einer gesamtsächsischen Kunstausstellung.

Gespräch Sächsischer Künstlerbund mit G. Milbradt
Ministerpräsident Milbradt beim Gespräch mit dem Sächsischen Künstlerbund im Künstlerhaus Dresden, Foto: © Henrik Mayer

 

Brief des Ministerpräsidenten G. Milbradt
 
Brief des Ministerpräsidenten Georg Milbradt an den Vorsitzenden des Sächsischen Künstlerbundes Thomas Reichstein; © SKB

Artikel Morgenpost 03/07
ARTIKEL in der Morgenpost 03/07, Foto: © Henrik Mayer


 
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Anhörung vor dem Kulturausschuss des Sächsischen Landtages 11.1.2007
Bei einer Anhörung vor dem Kulturausschuss des Sächsischen Landtages wurde die Staatsregierung aufgefordert, Möglichkeiten für "Initiativen zur Verbesserung der Situation bildender Künstler in Sachsen" zu prüfen. Als Sachverständige traten auf: Dr. Jürgen Uwe Ohlau (Sächsischer Kultursenat), Annette Paul (Bundesverband Bildender Künstler e.V.), Kristine Schmidt-Köpf, Detlef Schweiger, Henrik Mayer (alle Sächsischer Künstlerbund e.V.).
Die Anhörung führte im Mai 2007 zum Landtagsbeschluss:

I. Die Staatsregierung wird ersucht, Initiativen zur Verbesserung der Situation bildender Künstler in Sachsen zu ergreifen. Dabei sollen insbesondere folgende Maßnahmen geprüft werden:

1. Förderung bildender Künstler durch
a) Verstärkung der Katalogförderung;
b) Vermehrte Ankäufe von Arbeiten sächsische Künstler durch den Freistaat Sachsen und seine Einrichtungen;
c) in den Einrichtungen des Freistaats verstärkt Ausstellungsmöglichkeiten für sächsische Künstler zu schaffen und darauf hinzuwirken, dass Ausstellungshonorare gewährleistet werden können.

2. Förderung bildender Künstler durch verstärkte Einbeziehung in und Fortbildung für
a) die Ausgestaltung des Kunstunterrichts;
b) das Unterrichtsangebot im Rahmen des Förderprogramms zum Ausbau von Ganztagsangeboten.

3. Die Richtlinie "K7" für Kunst am Bau sollte konsequent angewendet und ausgeweitet werden. Förderprogramme zur Stadtentwicklung, städtebaulichen Entwicklung und Umbau sollten künftig auch die Förderung von Kunst am Bau bzw. im öffentlichen Raum vermehrt einschließen.

Zeitungsbeiträge:
Sächsische Zeitung 01/07: Arbeit ohne Einkommen
SZ 05/07: Sachsen will soziale Lage der Künstler verbessern
 
Anhörung vor dem Kulturausschuss
 
Anhörung vor dem Kulturausschuss
Anhörung vor dem Kulturausschuss, Fotos: © Antje Friedrich

 

 
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Diskussionsforum "Brotlose Kunst" 23.2.2006
 
Podiumsrunde Brotlose Kunst
Podiumsrunde

Zur Bekanntmachung der Ergebnisse der Umfrage veranstalteten wir gemeinsam mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden im Februar 2006 ein Diskussionsforum unter dem Titel "Brotlose Kunst". Auf dem Podium diskutierten unter Moderation von Michael Hametner, Kristine Schmid-Köpf und Detlef Schweiger (beide Künstlerbund Dresden e. V.), Manfred Wiemer (Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden), Prof. Dr. Ingo Zimmermann (Sächsische Akademie der Künste), Dr. Jürgen Uwe Ohlau (Sächsischer Kultursenat), Dr. Karl-Heinz Gerstenberg (Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Problemlagen und Verbesserungsmöglichkeiten für die Arbeitssituation der Künstler. An die damit begonnene öffentliche Diskussion knüpften Gespräche mit Kulturausschussmitgliedern der Landtagsparteien an, wo wir die Problemlagen sowie Verbesserungsoptionen darstellten. Mit der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erarbeiteten wir eine Landtagsantragsvorlage "Initiativen zur Verbesserung der Situation bildender Künstler in Sachsen".
 
Zeitungsbeiträge:
Sächsische Zeitung 02/06: Privileg und selbst gewähltes Risiko


 
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Umfrageaktion zum Thema "Soziale Lage der bildenden Künstler Sachsens" Dezember 2004
Ende 2004 erarbeiteten wir eine Umfrage zum Einkommen, die an etwa 1000 Künstler Sachsens gesandt wurde, um zu prüfen, ob die ermittelten Zahlen der Studie von 2001 des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) zum Monatseinkommen der freiberuflich tätigen Künstler Sachsens für die Gruppe der bildenden Künstler zutreffen. Es wurde vermutet, dass bildende Künstler weit weniger als die ermittelten durchschnittlichen 865,00 € monatlich verdienen. Mit 650 Rückmeldungen konnte ein ausgesprochen hoher Rücklauf erzielt werden, den es auszuwerten galt. Das ermittelte - kaum über die Grundsicherung nach Hartz IV hinausreichende - Einkommen und die prekäre, sich verschlechternde Situation der bildenden Künstler waren alarmierend im Hinblick auf die Situation und die Perspektiven eines Berufsstandes, der mehrheitlich von seiner Kunst nicht leben kann.
 
Postkarte zur Umfrageaktion
Postkarte zur Umfrageaktion; © SKB
 

  Auswertung:
Einkommen aus freiberuflicher Tätigkeit:
     
  1. Rentner:
2. ohne Angabe, ob Rentner oder nicht:
3. Erwerbsalter:
207
81
362
  = 386,09 € mtl.
  davon weiblich:
davon männlich:
164
198
  = 317,26 € mtl.
= 454,92 € mtl.
         
  Aus künstlerischer Nebentätigkeit:      
  3. Erwerbsalter: 362   = 246,78 € mtl.
  davon weiblich:
davon männlich:
164
198
  = 226,78 € mtl.
= 269,57 € mtl.
         
  Gesamtdurchschnittseinkommen:
aus freiberuflicher künstlerischer und künstlerischer Nebentätigkeit
        = 632,87 € mtl.

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