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Sächsischer Künstlerbund -

LANDESVERBAND BILDENDE KUNST E.V.


Struktur

Der Sächsische Künstlerbund ist ein Verein, dessen drei Vorstandsmitglieder durch die alle vier Jahre tagende Delegiertenversammlung gewählt werden. Derzeit amtiert nur ein Vorstandsmitglied. Vorstand und Geschäftsstelle arbeiten nach den Vorgaben und Kriterien, die in einem weiteren Gremium, dem Landesrat des Sächsischen Künstlerbundes, festgelegt werden.
Der Landesrat setzt sich aus jeweils fünf Mitgliedern der drei Regionalverbände in Chemnitz, Dresden und Leipzig - also aus 15 Künstlerinnen und Künstlern - zusammen. Er tagt in der Regel vierteljährlich in einer der drei Geschäftsstellen.
Der Sächsische Künstlerbund - Landesverband Bildende Kunst ist einer von 15 Verbänden, die im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler organisiert sind (s.a. bbk-bundesverband.de).

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Wie 'funktioniert' der SKB?

Der Sächsischen Künstlerbund wurde zwar bereits 1990 gegründet. Erst seit Mitte 2002 aber erhält er als letzter der bereits geförderten Landeskulturverbände, also etwa dem Filmverband Sachsen oder dem Sächsischen Literaturrat, überhaupt eine Unterstützung durch den Freistaat. Die kulturpolitische Ausrichtung des SKB, seine Themen, Arbeitsschwerpunkte und damit die Geschicke des Vereins sowie die Arbeit der Geschäftsstelle werden seitens eines Gremiums koordiniert, in dem 16 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen (je fünf aus den Regionalverbänden in Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie einer aus dem Vogtland) arbeiten: dem Landesrat. Dessen Arbeit wiederum unterstützen diverse Arbeitsgruppen, die sich das ganze Jahr über treffen. Sie diskutieren verschiedenste Themen und tragen ihre Ergebnisse zur weiteren Debatte oder zur Abstimmung wiederum in den Landesrat. Während die Arbeitsgruppen je nach Dringlichkeit unterschiedlich häufig zusammenkommen, trifft sich der Landesrat jährlich vier- bis fünfmal. Zu den Treffen werden jedes Jahr aufs Neue eventuelle Projekte angeschoben, Themenschwerpunkte definiert oder ein Problem ausgewählt, das besonders in den Fokus gerückt werden soll. So galt es etwa 2002 und 2003 die Hochwasserhilfe des Bundes sowie Spendenmittel für die Opfer unter den bildenden Künstlerinnen und Künstlern zu akquirieren, die Vergabe zu koordinieren und abzurechnen. 2002 - 2004 befasste man sich mit "baustelle K7", mit einem großen mehrteiligen Projekt zur freistaatlichen Richtlinie zur Kunst am Bau/Kunst im öffentlichen Raum. Viele weitere Sonderprojekte, wie die Umfrage zum Durchschnittseinkommen und damit der sozialen Lage Bildender Künstlerinnen und Künstler oder auch Aufgaben, wie die umfassende Evaluation des Vereines, die der Freistaat an den SKB herantrug, galt und gilt es zu bewältigen. Daneben bestehen grundsätzliche Aufgabenstellungen des SKB laut Satzung u.a. darin, die Grundlagen und Bedingungen freier künstlerischer Tätigkeit zu sichern, sich für die "Vermittlung und Förderung zeitgenössischer Kunst" einzusetzen und "bei der Gestaltung der Umwelt und der Pflege des Kulturerbes" mitzuwirken. Nicht zuletzt ist in der Satzung auch die Aufgabe festgelegt, sich dafür einzusetzen, dass "die Obhutspflicht für Kunst und Kultur durch den Freistaat Sachsen und seine Kommunen gewährleistet wird". Der oder die Vorsitzende sowie zwei Stellvertreter/innen des Landesrates werden vom Landesrat zwar zur Wahl vorgeschlagen. Die eigentliche Abstimmung darüber, wer dem Verein vorsitzt, trifft allerdings die alle vier Jahre stattfindende Delegiertenversammlung. Die Anzahl ihrer Mitglieder ist von der Anzahl der Mitglieder des entsendenden Regionalverbandes abhängig. Insgesamt werden rund 50 Delegierte den neuen Landesratsvorstand für die kommenden vier Jahre wählen. Im Gegensatz zu diesem Vorstand kann die Zusammensetzung der Landesratsmitglieder wechseln, sofern ihr Regionalverband andere Vertreterinnen und Vertreter entsendet. Nicht wechseln können aber der oder die Landesratsvorsitzenden. Sollte dennoch jemand vom Vorsitz ausscheiden, müssen die verbleibenden Vorsitzenden die Geschäfte weiterführen oder aber es muss eine neue Delegiertenversammlung einberufen werden. Die nächste reguläre Delegiertenversammlung tritt am 29.10 dieses Jahres in Leipzig zusammen.
AF

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Weitere Mitglieder des Landesrates des Sächsischen Künstlerbundes e.V.



Lutz Hirschmann

Mitglied des Bundesvorstandes des BBK, St. Vorsitzender im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.,
Grafiker, Zeichner, Illustrator in Leipzig

Ingo Güttler

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Dresden e.V., Bildhauer in Dresden

Simone Heller

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Dresden e.V., Malerin, Grafikerin in Dresden


Foto: Privat

Seit 2006 arbeite ich im Vorstand des Künstlerbundes Dresden e.V. mit. Neben der Realisierung konkreter Projekte wie der Organisation von Mitgliederausstellungen in der Vergangenheit und dem zukünftigen Vorhaben in Dresden eine Produzentenmesse ins Leben zu rufen, liegt mir an der Verbesserung der berufspraktischen und damit einhergehenden sozialen Situation für bildende Künstlerinnen und Künstler.. Innerhalb meiner Tätigkeit als Landesratsmitglied, die ich 2009 aufgenommen habe, sind mir zwei Themen besonders wichtig. Eines davon betrifft die nach wie vor klaffende Lücke eines Vergütungssystems für Ausstellungen und Leistungen, die bildende Künstler in diesem Zusammenhang erbringen. Es ist mir ein Anliegen darauf hinzuarbeiten, dass es sowohl in das Bewusstsein aller Kolleginnen und Kollegen als auch in das der Kunstkonsumenten dringt, dass eine Vergütung der beruflichen Leistungen eine Selbstverständlichkeit ist, die eingefordert werden darf und muss. In der Regel herrscht in der Gesellschaft ein mangelndes Bewusstsein gegenüber der Bedeutung von Kunst. Kunst wird noch immer zu häufig mit Luxus gleichgesetzt während die Kunstschaffenden schon am Hungertuch nagen und an gesellschaftlicher Ignoranz eingehen. Entsprechend gilt mein zweites Interesse auch dem Thema "Bildung durch Kunst". Der Begriff "kulturelle Bildung" ist in aller Munde, verkommt aber m.E. immer mehr zur äußerlichen Stempelsignatur, die kurzfristig Signalwirkung besitzt, längerfristig allerdings verblasst. Dabei sollte es in diesem Bereich gerade um die Nachhaltigkeit gehen, schließlich sind die, die heute die so genannte "kulturelle Bildung" genießen bekanntlich die Akteure von morgen. Bildende Künstler können mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen nicht nur manchen Schulalltag bereichern, sie leisten durch "ästhetische Erziehung" eine gesellschaftlich bedeutungsvolle Arbeit: (junge) Menschen werden dazu befähigt, die eigene Wahrnehmung zu schulen, Werturteile zu entwickeln, Vorhandenes kritisch zu prüfen und kreative Vorschläge für die Gestaltung der Lebenswelt zu machen. Ich sehe es als eine politische Aufgabe im Jetzt und für die Zukunft an, dass die zukünftige Generation nicht aus zu bedauernden sondern aus klugen, fröhlich schaffenden Akteuren besteht. Und auch wir Bildenden Künstler sollten freudvoll tätig sein können, ohne uns finanziell und ideell ausbeuten zu lassen. Ich selbst arbeite 'meist freudvoll' in den Bereichen Malerei, Grafik, Objekt und Installation. Seit 2011 agiere ich unter dem Künstlernamen Moni West. www.virtuelle-galerie.de

Ute Hartwig-Schulz

Vorstandsmitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V., Kunst im öffentlichen Raum, Installation, Objektkunst, Skulptur, Plastik


Es ist stets eine Gratwanderung, wenn sich Künstlerinnen und Künstler thematisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen (auch, wenn die Gesellschaft einen nicht ruft). Immer wieder sehe ich mich in der Situation, Menschen aus Politik, Verwaltung oder Wirtschaft von der Sinnhaftigkeit der Kunst überzeugen zu müssen. In Verkennung der Visionen eines Künstlers ahnt die Gesellschaft nichts vom Mehrwert veränderbarer Zustände. Es klafft ein Loch zwischen dem Begehren von Künstlerinnen und Künstlern und dem fehlenden Verlangen durch die Welt. Der Künstler braucht daher Mitwirkende. Und dies in allen Berührungspunkten mit der Realität: Bei Verträgen genauso wie bei der Schaffung von Arbeitsbedingungen (Atelier, Stipendium). Bei der Kunstausstellung genauso wie beim Finden von Sponsoren. Künstler haben sich schon immer untereinander sozial unterstützt. Der Bundesverband der Bildenden Künstlerinnen und Künstler (BBK) hat hierin eine beispiellose und über Jahrzehnte währende Praxis. Auch in Sachsen. Freiwillig im SKB zu sein heißt für mich, individuelle Stärken im Sinne des Einsatzes für bessere Bedingungen der Künstler einzubringen. Als Bildhauerin sind mir die Belange der Künstlerförderung und Kunst im öffentlichen Raum bekannt. In meiner Funktion als Landesratsmitglied des Sächsischen Künstlerbundes ebenso wie als Geschäftsführerin des Künstlergutes Prösitz setze ich mich für die Zusammenarbeit in Netzwerken ein. Dies betrifft insbesondere meine Arbeit im Gemeinschaftsprojekt Via Regia Sculptura. Es ist mir ein Bedürfnis an der Entstehung neuer Kunstprojekte teilhaben zu können und dabei die Auseinandersetzung mit der Realität zu erleben. Diese Reibung ist es, die den machbaren Beitrag zum (Welt) - Frieden möglich macht. Denn Kunst ist elementar friedlich.

Jacqueline Knappe

Stellv. Vorsitzende des Chemnitzer Künstlerbundes e.V. Objektkünstlerin in Chemnitz

Franziska Möbius

Vorstandsmitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V., Kunst im öffentlichen Raum, Malerin, Grafikerin

Sonja Näder

Vorstandsmitglied des Chemnitzer Künstlerbundes e.V., Textilkünstlerin, Designerin in Chemnitz

Als Gründungsmitglied des Chemnitzer Künstlerbundes und seit Bestehen des Sächsischen Künstlerbundes bin ich in beiden Vorständen aktiv tätig.

Seit Ende der 80er Jahre konzentrierten sich meine Bemühungen im CKB auf die Organisation von größeren Projekten und Workshops mit überregionaler und internationaler Vernetzung von Künstlerkollegen. Als Absolventin im Fach Textilkunst an der FHK Schneeberg für angewandte Kunst 1972 ist die Verflechtung und Diversität von freier Kunst und Design, als spartenübergreifende Arbeitsform mit ihren flexiblen Grenzen, ein Kredo meiner Arbeit. In den letzten Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt meines Arbeitsfeldes vom Design hin zur freien Kunst. Vorrangig beschäftige ich mich mit Objekten und Papierarbeiten, als Metapher zum Thema Zeit und Vergänglichkeit, und beteiligte mich an Arbeiten im öffentlichen Raum.

Die Organisation von Ausstellungen und Projekten ist - seit 2006 als Gründungsmitglied unseres Chemnitzer Projektraumes - ein ständiger Bestandteil meiner Arbeit. Für den Sächsischen und Chemnitzer Künstlerbund sehe ich in der interdisziplinären Vernetzung von Kunst mit Architektur, Industrie und Wissenschaft, einen wichtigen Integrationsfaktor unserer Zeit. Interessant und bereichernd ist für mich Teamarbeit mit engagierten Kollegen zum Aufbau von erfolgreichen Netzwerken, die ich gerne unterstütze. Neben Vorstand und Landesrat arbeite ich in der Arbeitsgruppe "Kunst am Bau" des Sächsischen Künstlerbundes mit.

Teo Richter

Vorstandsvorsitzender des Chemnitzer Künstlerbundes e.V., Metallgestaltung, Skulptur, Installation, Chemnitz


Abbildung privat

Die Frage - Was hab ich von einer Mitgliedschaft im CKB/SKB/BBK? - wird häufig gestellt, besonders von potentiellen neu Aufzunehmenden. Eine klare, kurze Antwort ist kaum möglich, oft ist dies ein Anlass zur Diskussion. Als ich in den CKB aufgenommen wurde, hatte ich bereits für mich eine Antwort. Ich wollte Projektarbeit machen. Mit einer "Mannschaft" Dinge stemmen, Neues versuchen, interessante Leute zusammenführen, die Möglichkeiten nutzen. Vielfach haben solche Projekte auch das angestrebte Ziel erreicht und schon wurde aufs nächste geschaut. Wie schwierig und aufwendig Projektarbeit ist, weiß jeder, der sich auf solche schon eingelassen hat. Dennoch; ich denke, gerade die öffentlichkeitswirksamen Projekte gehören zu den wesentlichen Merkmalen der Arbeit der Regionalverbände und des Landesverbandes. Wesentlich scheint es mir genau aus diesem Grund vor allem neue Mitglieder für Projektarbeit zu gewinnen. Der notwendige, frische Wind, den sie oft mitbringen, der unverstellte Blick, wären die besten Impulsgeber. Die Aufgaben als Vertreter der Landesrates und Vorsitzender des CKB haben mir den Blick auf die notwendigen zukünftigen Selbstdarstellung und Außenwahrnehmung geschärft. Mitglieder motivieren, Engagierte bündeln, Lust an Neuem wecken - die Bereiche sind vielfältig, die Aufgaben reichlich. Die Arbeitsgruppen im Landesrat haben die zwingenden Aufgaben angepackt. Die Resultate werden für alle von Nutzen sein. Auch ein Grund für eine Mitgliedschaft, und ein Grund sich zu beteiligen.

Grit Ruhland

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Dresden e.V., Kunst im öffentlichen Raum, Malerei, Grafik, Installation, Konzept, Dresden

Claudia Scheffler

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Dresden e.V., Kunst im öffentlichen Raum, Malerei, Grafik, Dresden


Abbildung

Künstler waren schon immer Vorreiter, Impulsgeber, Korrektiv und Inspirationsquelle für die Gesellschaft. In Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen und Neuorientierung, von Globalisierung und Wertewandel - in einer komplex gewordenen Welt - kommt auch den Künsten eine veränderte Bedeutung zu. Somit wird die Vertretung der Interessen der Künstlerinnen und Künstler, also unsere gemeinsame politische Arbeit zunehmend wichtiger. Welchen Beitrag kann Kunst heute in der Gesellschaft leisten? Diese Frage, die mich zunehmend beschäftigt, war der Auslöser dafür, mich aktiver beim Künstlerbund Dresden und beim Sächsischen Künstlerbund einzubringen und die sehr engagierte ehrenamtliche Arbeit meiner Kollegen zu unterstützen. Wir sollten Hemmschwellen abbauen, die Kunst aus dem Elfenbeinturm tragen und in vielen Bereichen der Gesellschaft und im Bewusstsein verankern. Dass dies funktionieren kann, zeigen die guten Ansätze in den Bereichen Kunst am Bau, Kunst im öffentlichen Raum und Kunst in Schulen. Aber es sind weitere Verknüpfungen denkbar.Kunst sollte als ein Grundbedürfnis erkannt und die adäquate Honorierung der Arbeit des Künstlers zum Selbstverständnis werden. Ich möchte mich für eine breite Anerkennung der Arbeit bildender Künstler, die weit über das Schaffen eines Werkes hinausreicht, einsetzen. In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit der Wahrnehmung von Orten. Zentrales Thema ist dabei die Ab- Aus- und Eingrenzung - was verändert sich durch das Setzen physischer Grenzen und wie verändern wir uns dadurch? In den letzten Jahren zog es mich deshalb an Orte, an denen Grenzen gefallen, verschoben oder neu errichtet wurden bzw. scheinbar keine Rolle spielen. Ich arbeite mich seriell an diesen Themen ab, wobei die Wahl der Mittel offen ist. Das Feld der Malerei und Grafik wurde um Fotografie, Intervention, Aktion und räumliches Arbeiten erweitert. Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist Kunst am Bau.
www.coloratour.de

Detlef Schweiger

Vorstandsmitglied des Künstlerbundes Dresden e.V., Mitglied des Beirates der Stiftung Sozialwerk BILD-KUNST, Maler, Grafiker, Performancekünstler in Dresden


Foto: Judith Schweiger

Als Mitbegründer des Künstlerbundes Dresden und des Sächsischen Künstlerbundes bin ich in beiden Vorständen seit Gründung kontinuierlich aktiv. Mehr denn je brauchen die bildenden Künstler einen starken Berufsverband, der vor allem für die Verbesserung der sozialen Lage der meisten bildenden Künstler und um eine größere gesellschaftliche Wertschätzung des Berufsstands ringt. In Sachsen und im bundesweiten Verbund des BBK konnte der Berufsverband in den letzten Jahren durchaus beachtliche Ergebnisse erlangen und ist zu einem zuverlässigen Partner für seine Mitglieder wie für die Politik und die gesellschaftlichen Institutionen gewachsen. Aber es bleibt immens schwer, konkrete Verbesserungen der Schaffensbedingungen für die Künstler zu erlangen. Soweit es meine Zeit zulässt, setze ich mich im SKB gern für die sozialen Belange der Künstler ein, wie auch im Beirat der Stiftung Sozialwerk der VG Bild-Kunst Bonn. Es ist nötig, das Profil des SKB im Verhältnis zu den sächsischen Regionalverbänden noch weiter zu schärfen und Themen aufzugreifen, die von landesweiter oder darüber hinaus reichender Bedeutung sind. Die Initiative des SKB zum Thema "Ausstellungsvergütung", bei der ich derzeit mitwirke, greift eine elementare - eine äußerst schwierige aber unumgängliche Aufgabe auf, die nichts weniger als das gesellschaftliche Umdenken zur allgemeinen Durchsetzung der Ausstellungsvergütung in Gang setzen soll. Es ist gerade vor den sich verschärfenden existentiellen Bedingungen der bildkünstlerischen Freiberufler nicht länger hinzunehmen, dass ausgerechnet der Auftritt der bildenden Künstler - die Ausstellung - im Gegensatz zu den Auftritten der Künstler aller anderen Gattungen - in den meisten Fällen nicht vergütet wird ! Für diese Kernaufgabe werde ich in der nächsten Zeit mein ehrenamtliches Engagement im SKB konzentrieren. Künstlerisch tätig bin ich in den klassischen Bereichen Malerei, Grafik, Zeichnung ... wie in der Installation, Videokunst, im öffentlichen Raum ... bis hin zur Klang-Performance - betreibe also eine Art Crossover, dessen inhaltliche und stilistische Vernetzung sich am besten einsehen läßt auf www.schweigwerk.de

Erik Seidel

Vorstandsmitglied des Bundes Bildender Künstler Plauener e.V., Maler Grafiker in Plauen

Jörg Steinbach

Mitglied des Chemnitzer Künstlerbundes e.V., Maler, Grafiker und Objektkünstler in Grüna

Priska Streit

Mitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V., Kunst im öffentlichen Raum, Plastik, Objektkunst, Skulptur, Installation

Vor circa einem Jahr zog ich von Dresden nach Leipzig und bin seitdem Mitglied des Landesrates. Gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen des SKB arbeite ich mit viel Lust und Einsatz in den AGs "Kunst im öffentlichen Raum" und "Soziales". Mich motiviert einerseits die Möglichkeit, für Künstler konkrete Hilfestellungen zu erarbeiten und andererseits politisch und gesellschaftlich einen Druck zur Verbesserung der künstlerischer Produktionsbedingungen aufzubauen. Es gibt gesellschaftliche und politische Ursachen, warum bildende Künstlerinnen und Künstler meist nicht von ihrer Arbeit leben können. Diese Ursachen gilt es zu erkennen und zu ändern. Die prekäre Lage bildender Künstler muss nicht erduldet werden. "Jede gesellschaftliche Bewegung braucht ein produktives Wechselverhältnis zwischen Anstößen, einer Gesetzgebung, die diese aufnimmt, und unternehmerischen Initiativen..." schrieb Hermann Sherr in seinem Buch "Solar". Wollen wir Künstler unsere Lage verbessern, müssen auch wir uns als Unternehmer begreifen und dafür Sorge tragen, dass unsere Leistungen entsprechend hinreichend vergütet werden. In diesem Sinne konzentrierte ich mich in den letzten Monaten darauf, einen Entwurf für eine Vergütungsrichtlinie zu erarbeiten. Sie soll den professionell arbeitenden, bildenden Künstlerinnen und Künstlern helfen, ihre Forderung nach einer angemessenen Vergütung ihrer Leistungen gegenüber nicht kommerziellen Ausstellern durchzusetzen. Der Gebrauch einer Vergütungsrichtlinie wäre der erste Anstoß in Richtung einer gesetzlichen Regelung... Mein Studium der Bildhauerei / interdisziplinär absolvierte ich in den Niederlanden und erwarb in Großbritannien meinen MfA. Auch in meinen Arbeiten stehen gesellschaftliche Phänomene, die ins Private reichen, im Vordergrund. Ich fertige Objekte und Skulpturen aus den unterschiedlichsten, meist plastischen Materialien wie Fiberglas und Beton. Genauso gerne arbeite ich installativ, Raum- und Orts bezogen.

Christiane Werner

Vorstandsmitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V., Malerin, Grafikerin


Foto: privat

Ich habe bisher schon größere Projekte koordiniert, arbeite gerne mit anderen engagierten Leuten zusammen und kann in Kommunikation und Organisation Arbeit leisten. Als interessant, bereichernd und erfolgreich habe ich bisher die Projekte und Dinge wahrgenommen, in denen die Beteiligten nicht nur sehr gute Ideen hatten, sondern etwas mehr taten, als sie mussten, sich mit langem Atem engagierten und eigenverantwortlich und fair dafür sorgten, in diesen Strukturen nötige Arbeit zu erkennen und zu machen. Seit Herbst 2010 engagiere ich mich im Vorstand des BBKL und im Landesrat, weil ich die Arbeit des SKB und des BBKL wichtig und positiv finde- z. B. künstlerische Arbeit mit Symposien, Ausstellungsmöglichkeiten etc. zu unterstützen und zu kommunizieren, soziale Belange ins Bewusstsein zu rücken und Weiterbildungen anzubieten. Ich unterstütze das gerne in Projekten, beim Netzwerken und mit der Arbeit in AGs (Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit, Kunst an Schulen) und begleite z. B. auch im Namen des BBKL in diesem Jahr das von SMILE (Uni Leipzig) initiierte Projekt "Polygraph B" junger KünstlerInnen. Ich bin Malerin und Grafikerin, setze mich vorrangig in Zeichnungen und Druckgrafik mit den Themen Zeit und Wachstum auseinander und habe verschiedene Arbeiten im öffentlichen Raum architekturbezogen realisiert. www.karandash.de

Ronald Weise

Vorstandsmitglied des Chemnitzer Künstlerbundes e.V., Maler/Grafiker aus Chemnitz


Foto: privat

Schon seit der Neugründung des Chemnitzer Künstlerbundes e.V. mit - Beginn der 90er Jahre - arbeite ich aktiv als Vorstandsmitglied. Dabei konzentrieren sich meine Bemühungen in den letzten Jahren vor allem auf die Außenwirkung und das Erscheinungsbild des CKB. Dazu gehörten lange Zeit die Organisation der Pressemitteilungen - sowie die laufende Betreuung unseres Internetauftritts. Mit den nun regelmäßigen Ausstellungen im Chemnitzer Projektraum ist die laufende Erstellung und Produktion unserer Printerzeugnisse ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Dass dies in bestimmtem Maße Wirkung zeigt, können wir an stabilen bis wachsenden Besucherzahlen und entsprechenden Artikeln in der Presse nachvollziehen. Regelmäßige Jurytätigkeit zu Projekten von Kunst am Bau in Sachsen war in den letzten Jahren außerdem eine willkommene Tätigkeit und angenehmer Treffpunkt zum fachlichen Austausch mit Kollegen. Als Absolvent im Fach Malerei/Illustration an der HGB Leipzig 1987 - angetreten viele schöne Bücher zu illustrieren - veränderte sich mein Betätigungsfeld zunehmend in Richtung Buchgestaltung und Angewandte Grafik. Der Anteil an freier künstlerischer Arbeit ist dabei geringer geworden - jedoch ohne diesen würde das Grafikdesign für mich zu wenig Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Mit der erneuten Mitarbeit im Landesrat möchte ich die meine gewonnenen Erfahrungen einbringen um mit zu helfen der Kunst in Sachsen wachsende Identität zu verschaffen. Neben Vorstand und Landesrat arbeite ich darüberhinaus in der Arbeitsgruppe interne/exterme Kommunikation des Sächsischen Künstlerbundes mit.

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